E1 · Experimentell / in vitro / ex vivoEV-CB2-MUNRO-1993
CB2-Rezeptor1993
Molekulare Charakterisierung des CB2-Rezeptors
Munro S, Thomas KL, Abu-Shaar M. Molecular characterization of a peripheral receptor for cannabinoids. Nature. 1993;365:61–65.
Kurz eingeordnetFachliche KernaussageDie Arbeit beschrieb einen zweiten Cannabinoidrezeptor. Sie belegt eine biologische Zielstruktur, aber keine Behandlung oder Wirkung beim Menschen.
Grundlegende Rezeptorcharakterisierung mit Klonierungs- und Expressionsdaten. Die Studie stützt Existenz und Abgrenzung von CB2, nicht die klinische Wirksamkeit eines Liganden.
- Forschungs-/Dokumenttyp
- Rezeptor- und Expressionsstudie
- Population / Modell
- Molekularbiologische Charakterisierung in experimentellen Expressions- und Gewebekontexten; keine klinische Population
- Quelle / Kennung
- PMID 7689702 · DOI 10.1038/365061a0
- Letzter URL-/Metadatencheck
- 01.09.2026
Konkrete Grenzen- keine klinische Population und keine patientenrelevanten Endpunkte
- frühe Rezeptorbiologie; spätere Replikation und Nomenklatur sind nicht Gegenstand dieses Eintrags
Sicherheits- und ÜbertragungsgrenzeGrundlagenforschung: keine Therapie-, Produkt- oder Dosierungsableitung.
Finanzierung, Konflikte und Prüfstatus
- Finanzierung / Konflikte
- Finanzierung und Interessenkonflikte wurden für dieses Register nicht eigenständig vollständig bewertet; Angaben im Original prüfen.
- Redaktioneller Status
- Quelle, URL und fachlicher Sicherheitswortlaut am 01.09.2026 redaktionell abgeglichen. Keine externe medizinische Fachfreigabe und keine eigenständige vollständige Risk-of-Bias-Neubewertung.
- Einstufungsgrenze
- Modellsystem, Konzentration und Endpunkt müssen sichtbar bleiben.
E2 · In-vivo-TiermodellEV-CB2-GERTSCH-2008
CB2-Rezeptor2008
β-Caryophyllen in Rezeptor- und Tiermodellen
Gertsch J et al. Beta-caryophyllene is a dietary cannabinoid. Proc Natl Acad Sci USA. 2008;105:9099–9104.
Kurz eingeordnetFachliche KernaussageDie Studie untersuchte β-Caryophyllen an CB2 und in Tiermodellen. Daraus folgt keine nachgewiesene Wirkung, Sicherheit oder Dosierung beim Menschen.
Die Publikation kombiniert Bindungs- und Funktionsassays mit In-vivo-Präklinik. Humanwirksamkeit, Bioverfügbarkeit und klinische Sicherheit wurden damit nicht nachgewiesen.
- Forschungs-/Dokumenttyp
- Mechanistische Assays und präklinische Tiermodelle
- Population / Modell
- Rezeptorassays, zelluläre Systeme einschließlich primärer humaner Monozyten und Mausmodelle; Einstufung E2 wegen des Tiermodellanteils
- Quelle / Kennung
- PMID 18574142 · DOI 10.1073/pnas.0803601105
- Letzter URL-/Metadatencheck
- 01.09.2026
Konkrete Grenzen- gemischte Modellsysteme und keine klinische Population
- Tierdaten sowie experimentelle Expositionen sind nicht direkt auf Menschen übertragbar
Sicherheits- und ÜbertragungsgrenzePräklinische Evidenz: keine Empfehlung für Lebensmittel, Supplemente oder Behandlungen.
Finanzierung, Konflikte und Prüfstatus
- Finanzierung / Konflikte
- Finanzierung und Interessenkonflikte wurden für dieses Register nicht eigenständig vollständig bewertet; Angaben im Original prüfen.
- Redaktioneller Status
- Quelle, URL und fachlicher Sicherheitswortlaut am 01.09.2026 redaktionell abgeglichen. Keine externe medizinische Fachfreigabe und keine eigenständige vollständige Risk-of-Bias-Neubewertung.
- Einstufungsgrenze
- Tierdaten nicht als klinische Wirksamkeit darstellen.
E5 · Synthese / LeitlinieEV-MIG-AWMF-2025
Migräne2025
S1-Leitlinie zur Migränetherapie und -prophylaxe
DGN/DMKG. Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne. AWMF-Registernummer 030-057, Version 7.1.
Kurz eingeordnetFachliche KernaussageDie Leitlinie fasst medizinische Möglichkeiten bei Migräne zusammen. Welche davon im Einzelfall passt, muss ärztlich geklärt werden.
Deutsche S1-Leitlinie mit versorgungsbezogener Einordnung. Leitlinienklasse, Konsensverfahren, Quellenbasis und Aktualität sind getrennt von der E5-Dokumentklasse zu bewerten.
- Forschungs-/Dokumenttyp
- S1-Leitlinie
- Population / Modell
- Versorgung von Menschen mit Migräne; Zielgruppen und Anwendungssituationen gemäß Leitliniendokument
- Quelle / Kennung
- AWMF 030-057 · Version 7.1 · gültig bis 07.08.2028
- Letzter URL-/Metadatencheck
- 01.09.2026
Konkrete Grenzen- eine S1-Leitlinie ist methodisch nicht automatisch einer systematischen S3-Leitlinie gleichzusetzen
- Empfehlungen sind populations- und situationsabhängig; dieser Registereintrag bildet die Leitlinie nicht vollständig ab
Sicherheits- und ÜbertragungsgrenzeVersion 7.1 war beim Quellencheck bis 07.08.2028 als gültig ausgewiesen. Änderungen der Leitlinie sind vor medizinischer Nutzung erneut zu prüfen.
Finanzierung, Konflikte und Prüfstatus
- Finanzierung / Konflikte
- Interessenkonflikterklärungen sind Bestandteil der Leitlinienunterlagen; keine eigenständige Neubewertung durch dieses Register.
- Redaktioneller Status
- Quelle, URL und fachlicher Sicherheitswortlaut am 01.09.2026 redaktionell abgeglichen. Keine externe medizinische Fachfreigabe und keine eigenständige vollständige Risk-of-Bias-Neubewertung.
- Einstufungsgrenze
- Dokumenttyp, Suchqualität, Bias, Indirektheit und Aktualität getrennt bewerten.
E5 · Synthese / LeitlinieEV-IRON-EFSA-2015
Eisen & Bioverfügbarkeit2015
EFSA-Bewertung von 2015 zu Referenzwerten für Eisen
EFSA NDA Panel. Scientific Opinion on Dietary Reference Values for iron. EFSA Journal. 2015;13(10):4254.
Kurz eingeordnetFachliche KernaussageDiese EFSA-Bewertung von 2015 leitete Referenzwerte für Bevölkerungsgruppen ab. D-A-CH-Referenzwerte werden separat herausgegeben und sind nicht Gegenstand dieses Eintrags. Die Quelle ist keine persönliche Diagnose oder individuelle Einnahmeempfehlung.
EU-Referenzwertbewertung von 2015 mit modellierten Eisenverlusten und populationsbezogenen Referenzwerten. D-A-CH-Referenzwerte werden separat herausgegeben und sind nicht Gegenstand dieses Eintrags; Laborstatus, Entzündung, Lebensphase und Resorption erfordern eine separate klinische Beurteilung.
- Forschungs-/Dokumenttyp
- Wissenschaftliche Stellungnahme / institutionelle Referenzwertbewertung
- Population / Modell
- Bevölkerungsbezogene Referenzwerte für gesunde europäische Populationen
- Quelle / Kennung
- DOI 10.2903/j.efsa.2015.4254
- Letzter URL-/Metadatencheck
- 01.09.2026
Konkrete Grenzen- EU-Referenzwertbewertung von 2015; D-A-CH-Referenzwerte werden separat herausgegeben und sind nicht Gegenstand dieses Eintrags
- Referenzwerte sind keine individuellen Therapieziele
- Modellannahmen, Population, Bioverfügbarkeit und Verlustverteilung begrenzen die Übertragbarkeit
Sicherheits- und ÜbertragungsgrenzeDie EU-Referenzwertbewertung von 2015 ersetzt weder separat herausgegebene D-A-CH-Referenzwerte noch eine individuelle Beurteilung. Sie ist keine Grundlage für die eigenständige Einnahme hoch dosierter Eisenpräparate oder die Behandlung eines vermuteten Mangels.
Finanzierung, Konflikte und Prüfstatus
- Finanzierung / Konflikte
- Panel- und Verfahrensangaben stehen in der offiziellen EFSA-Quelle; keine eigenständige Neubewertung durch dieses Register.
- Redaktioneller Status
- Quelle, URL und fachlicher Sicherheitswortlaut am 01.09.2026 redaktionell abgeglichen. Keine externe medizinische Fachfreigabe und keine eigenständige vollständige Risk-of-Bias-Neubewertung.
- Einstufungsgrenze
- Dokumenttyp, Suchqualität, Bias, Indirektheit und Aktualität getrennt bewerten.
E3 · Nicht kontrolliert / beobachtendEV-CBD-DEVINSKY-2016
CBD & Epilepsie2016
Offene Studie bei therapieresistenter Epilepsie
Devinsky O et al. Cannabidiol in patients with treatment-resistant epilepsy: an open-label interventional trial. Lancet Neurol. 2016;15:270–278.
Kurz eingeordnetFachliche KernaussageDie Studie beobachtete Veränderungen während einer offenen Zusatzbehandlung. Ohne Kontrollgruppe lässt sich nicht sicher feststellen, was die Veränderungen verursacht hat.
Open-label Expanded-Access-Design ohne Randomisierung oder Placebokontrolle. Die Daten sind hypothesengenerierend; Confounding, Selektion und Begleittherapien bleiben relevant.
- Forschungs-/Dokumenttyp
- Offene, nicht kontrollierte klinische Intervention
- Population / Modell
- Kinder und junge Erwachsene mit hochgradig therapieresistenter Epilepsie
- Quelle / Kennung
- PMID 26724101 · DOI 10.1016/S1474-4422(15)00379-8 · Korrektur: DOI 10.1016/S1474-4422(16)00078-8
- Letzter URL-/Metadatencheck
- 01.09.2026
Konkrete Grenzen- keine Kontrollgruppe und offenes Design
- heterogene Epilepsiesyndrome, Selektionsrisiko und Begleitmedikationen
- Die Verlagskorrektur betrifft die korrekte Patientenzahl je Studienzentrum im Anhang; keine numerischen Ergebnisse werden in diesem Register wiedergegeben.
Sicherheits- und ÜbertragungsgrenzeCBD ist nicht THC. Untersucht wurde pharmazeutisch aufbereitetes CBD als Zusatzbehandlung in einer vulnerablen pädiatrischen und jungen Population unter medizinischer Überwachung, kein frei verkäufliches CBD-Produkt. Bei verordnetem gereinigtem CBD müssen nach aktueller Fachinformation insbesondere clobazambezogene Sedierung sowie valproatbezogene Leberwertprobleme ärztlich und pharmazeutisch überwacht werden.
Finanzierung, Konflikte und Prüfstatus
- Finanzierung / Konflikte
- Die Publikation berichtet Unterstützung unter anderem durch GW Pharmaceuticals; Autoren-Interessenkonflikte sind im Original offengelegt. Keine eigenständige Vollständigkeitsbewertung.
- Redaktioneller Status
- Quelle, URL und fachlicher Sicherheitswortlaut am 01.09.2026 redaktionell abgeglichen. Keine externe medizinische Fachfreigabe und keine eigenständige vollständige Risk-of-Bias-Neubewertung.
- Einstufungsgrenze
- Zusammenhang und Ursache müssen sprachlich getrennt bleiben.
E4 · Kontrollierte klinische InterventionEV-CBD-DEVINSKY-2017
CBD & Epilepsie2017
Randomisierte Studie beim Dravet-Syndrom
Devinsky O et al. Trial of Cannabidiol for Drug-Resistant Seizures in the Dravet Syndrome. N Engl J Med. 2017;376:2011–2020.
Kurz eingeordnetFachliche KernaussageCBD und Placebo wurden in einer klar abgegrenzten Patientengruppe verglichen. Ergebnisse gelten nicht automatisch für andere Erkrankungen oder frei verkäufliche Produkte; Nebenwirkungen müssen mitbetrachtet werden.
Multizentrische Add-on-RCT mit pharmazeutisch aufbereitetem Cannabidiol beim Dravet-Syndrom. Endpunkte, Effektschätzer, Unsicherheit und unerwünschte Ereignisse müssen im Original gemeinsam bewertet werden; Indikation, Präparat und Begleittherapie begrenzen die Übertragbarkeit.
- Forschungs-/Dokumenttyp
- Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie
- Population / Modell
- 120 Kinder und junge Erwachsene mit Dravet-Syndrom und medikamentenresistenten Anfällen
- Quelle / Kennung
- PMID 28538134 · DOI 10.1056/NEJMoa1611618
- Letzter URL-/Metadatencheck
- 01.09.2026
Konkrete Grenzen- spezifisches Epilepsiesyndrom und pharmazeutisches Studienpräparat
- Add-on-Design mit Begleitmedikation; keine Übertragbarkeit auf andere CBD-Produkte oder Erkrankungen
Sicherheits- und ÜbertragungsgrenzeCBD ist nicht THC. Untersucht wurde pharmazeutisch gereinigtes CBD im eng begrenzten Epilepsiekontext, kein frei verkäufliches CBD-Produkt. Nach aktueller Fachinformation müssen insbesondere clobazambezogene Sedierung sowie valproatbezogene Leberwertprobleme ärztlich und pharmazeutisch überwacht werden; dieser Registereintrag quantifiziert Nutzen und Schäden nicht.
Finanzierung, Konflikte und Prüfstatus
- Finanzierung / Konflikte
- Von GW Pharmaceuticals finanziert; Autoren-Interessenkonflikte sind im Original dokumentiert. Keine eigenständige Vollständigkeitsbewertung.
- Redaktioneller Status
- Quelle, URL und fachlicher Sicherheitswortlaut am 01.09.2026 redaktionell abgeglichen. Keine externe medizinische Fachfreigabe und keine eigenständige vollständige Risk-of-Bias-Neubewertung.
- Einstufungsgrenze
- Eine einzelne Studie ist keine allgemeine oder individuelle Therapieempfehlung.
E5 · Synthese / LeitlinieEV-CBD-STOCKINGS-2018
CBD & Epilepsie2018
Systematische Übersicht zu Cannabinoiden bei Epilepsie
Stockings E et al. Evidence for cannabis and cannabinoids for epilepsy: a systematic review of controlled and observational evidence. J Neurol Neurosurg Psychiatry. 2018;89:741–753.
Kurz eingeordnetFachliche KernaussageDie Übersichtsarbeit fasst unterschiedliche Studien zusammen. Unterschiedliche Produkte und Studienformen sowie teilweise geringe Evidenzsicherheit begrenzen allgemeine Aussagen.
Systematische Synthese kontrollierter und beobachtender Studien. Heterogene Formulierungen, Populationen und Designs sowie niedrige GRADE-Bewertungen begrenzen pauschale Schlussfolgerungen.
- Forschungs-/Dokumenttyp
- Systematische Übersichtsarbeit
- Population / Modell
- Kontrollierte und beobachtende Evidenz bei überwiegend pädiatrisch beginnenden, therapieresistenten Epilepsien
- Quelle / Kennung
- PMID 29511052 · DOI 10.1136/jnnp-2017-317168
- Letzter URL-/Metadatencheck
- 01.09.2026
Konkrete Grenzen- Heterogenität von Formulierungen, Populationen und Designs
- Suchstand Oktober 2017; ältere, in diesem Register nicht aktualisierte Synthese
Sicherheits- und ÜbertragungsgrenzeCBD ist nicht THC; pharmazeutisch gereinigtes, verschreibungspflichtiges CBD ist nicht mit frei verkäuflichen CBD-Produkten gleichzusetzen. Bei verordnetem gereinigtem CBD sind nach aktueller Fachinformation unter anderem clobazambezogene Sedierung und valproatbezogene Leberwertprobleme ärztlich und pharmazeutisch zu überwachen. Die Synthese ersetzt keine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung.
Finanzierung, Konflikte und Prüfstatus
- Finanzierung / Konflikte
- Finanzierung und Interessenkonflikte wurden für dieses Register nicht eigenständig vollständig bewertet; Angaben im Original prüfen.
- Redaktioneller Status
- Quelle, URL und fachlicher Sicherheitswortlaut am 01.09.2026 redaktionell abgeglichen. Keine externe medizinische Fachfreigabe und keine eigenständige vollständige Risk-of-Bias-Neubewertung.
- Einstufungsgrenze
- Dokumenttyp, Suchqualität, Bias, Indirektheit und Aktualität getrennt bewerten.